Im Jahre 1999, noch bevor die Namen Vereinigte Arabische Emirate, Dubai oder Abu Dhabi jedermann geläufig waren, fuhr ich ein erstes Mal "in die Wüste" nach Al Ain, der Oasenstadt 160 km südöstlich von Abu Dhabi Stadt. Warum? Eine jahrzehntelange Freundschaft verbindet meinen Vater mit mehreren einheimischen Familien und einige Jahre zuvor, als ich noch kein Triathlet war, machte ich eine Urlaubsreise durch die sieben Emirate. Als es dann darum ging, im Frühjahr eine geeignete Traininglagerstätte zu finden, erinnerte ich mich an das angenehm warme und regenarme Klima, die wenig frequentierten und guten Straßen und den mit dem Rad befahrbaren Berg (Jabel Hafeet), der mittlerweile durch einen Automobilwerbefilm populär wurde. Also machte ich mich auf den Weg ins Abenteuer.
Mein erstes Trainingslager war sportlich gesehen aus verschiedenen Gründen eher wenig produktiv, aber die Liebe zu den Emiraten war da. In den kommenden Jahren durfte ich die Entwicklung des Landes und der Infrastruktur erleben, die Veränderung der Bevölkerungszusammensetzung, die Verzwanzigfachung der Triathletenzahl, die Gründung eines anständigen Radgeschäfts und vieles mehr. Die Zunahme des Verkehrs und ein Anstieg der Hotel- und Immobilienpreise war eine etwas weniger angenehme Begleiterscheinung dieser Entwicklung.
Vom Profi bis zum absoluten Hobbyathleten haben mich Leute in die Emirate begleitet oder sind in jüngster Zeit selbst gefahren, um die Bedingungen zu nutzen. Meine Erlebnisse dort könnten Bücher füllen und sind Gesprächsgegenstand vieler gemeinsamer Abendessen.







