Mit der Siegerehrung der Ironman Weltmeisterschaft, die am Tag nach dem Rennen stattfindet, ist der Triathlon Höhepunkt 2009 schon wieder Geschichte. Für die meisten Athleten war das das letzte Rennen der Saison.
Wie auch für Faris Al-Sultan, dessen heuriges Jahr nicht nach Wunsch verlaufen ist. Er ist mit dem Ziel nach Hawaii gereist, dort zumindest einen Platz unter den ersten 10 zu belegen. An den muskulären Problemen wurde im Vorfeld intensiv mit dem Teamarzt Dr. Andreas Kreutz gearbeitet. Trotzdem waren die Beschwerden noch nicht ganz beseitigt. Nach einem guten Auftakt im Wasser zeigte Faris den Mut, die vor ihm liegenden Athleten auf dem Rad aufzusammeln. Wie so viele andere Rennen auch, wird Hawaii immer mehr zur Laufentscheidung. Alle harren beim Radfahren der Dinge und versuchen ihre Körner für den Marathon zu sparen. Athleten wie Faris, die versuchen, das Rennen von Vorne zu bestreiten, gibt es im Augenblick nicht viele. Trotz seiner Trainingsdefizite stieg er als Dritter vom Rad. Nun stellte sich die große Frage, ob er den Marathon gegen die laufstarken Athleten, die sich bis jetzt zurückgehalten hatten, bestehen könnte. Viele glaubten es nicht. Aber auch hier kämpfte er, war bis 10 Kilometer vor dem Ziel noch 5., musste aber in dieser Phase seinem engagierten Kampf Tribut zollen und lief als 10., sichtlich von den harten Bedingungen gezeichnet, über die Ziellinie. Seine Vorgaben hat er erreicht, vielleicht war er letztendlich nicht ganz zufrieden, jedoch holte er sich die Motivation, dass eine verletzungsfreie Vorbereitung ihn 2010 wieder an die Spitze bringen wird.
Andrea Steinbecher wusste, dass für sie als Leichtgewicht der Ironman auf Hawaii ein schweres Rennen werden kann. Die über die rolling Hills führende Radstrecke bedarf sehr viel Kraft. Leider hatte Andrea keinen guten Tag. Trotzdem kämpfte sie sich durch und wurde letztendlich 30. im Damen-Profi-Feld.
Swen Sundberg, der innerhalb von nur 12 Wochen das dritte Langdistanzrennen bestritt, musste zur Kenntnis nehmen, dass so eine Belastung nicht spurlos vorübergeht. Bereits beim Radfahren bekam er Probleme mit seinen Knien, die sich beim Marathon noch verstärkten. Er traf dann die schwierige Entscheidung, aus dem Rennen vorzeitig auszusteigen, um seine Gesundheit zu schonen.

Werner Leitner
Tel.: +43 664 4336007
info[at]abudhabitriathlonteam.com