Wimbleball Lake - Ironman 70.3 UK (18.06.2010)

England ist anders als der Rest von Europa, so auch der Ironman 70.3, 3,5 Stunden südwestlich von London. Faris Al-Sultan und Ina Reiders stellen sich am Sonntag vor allem der Topographie der Strecke.

Am Donnerstag reisten die beiden, fliegender Weise, nach London. Den Rest der Weges, der sich als wesentlich länger als der Flug herausstellte, legten sie mit dem Auto zurück. Mit zunehmender Entfernung zu London wurden die Straßen zwar weniger befahren aber auch immer schmäler. Schön langsam kam bei beiden der Zweifel auf, ob das wohl der richtige Weg zu einem Ironman Wettkampf sei.

Aber es war der richtige. Der Ironman 70.3 UK ist die europäische Version des kalifornischen Traditionswettkampfes Wildflower. Wunderbare Natur aber „in the middle of nowhere“. Das heißt, dass die Infrastruktur mäßig ist, die meisten Athleten aufgrund des Mangels an Unterkünften campieren und die Kommunikation zur Außenwelt eher gering ist, da es kein Internet und auch nur teilweise Mobilfunkempfang gibt.

Auf jeden Fall kommen die Naturfreaks auf ihre Rechung. Im See, der sich mit unzähligen Verästelungen in die Landschaft schneidet, darf aus nicht ganz erklärlichen Sicherheitsgründen nur im Wettkampf und 2 Mal davor zu Trainingszwecken geschwommen werden. Die Radstrecke entbehrt jedes flachen Teilstückes, führt von einem Hügel zum anderen und die Laufstrecke ist der krönende Abschluss, mit 900 zu bewältigten Höhenmetern. Das ist nicht wirklich das einfachste Rennen, dass sich Ina und Faris da ausgesucht haben. Aber das lieben sie!