Tag 2 der Abu Dhabi Adventure Challenge (12.12.2010)

Laut Logbuch sollte an diesem 2. Tag ein Anmarsch zum Dschebel Hafeet laufender Weise erfolgen, um anschließend die etwa 800 Höhenmeter mit dem Mountainbike bis zum Aussichtspunkt zu überwinden. Das würde aber erst die Aufwärmrunde sein, denn dann sollten Mountaineering Aktivitäten folgen, die die Überwindung weiterer Höhenmeter beinhalten.

Nach einer entspannten Nacht am Fuß des Dschebels brach Kapitän Al-Sultan mit seinen Weggefährten das Zeltlager ab und machte sich mit Rad- und Kletterausrüstung per Pedes auf den Weg. Mit den ersten Sonnenstrahlen ging es nach einem Massenstart zuerst flach auf hartem Sandboden und dann über einen steilen Anstieg zum Disziplinenwechsel. Alle vom Abu Dhabi Triathlon Team freuten sich auf diese Radetappe. Faris kannte jeden Stein dieser Strecke auf seinem Trainingsberg. An ca. 15. Stelle fuhr das Team am höchsten Punkt der Straße in die letzte Wechselzone des Tages. Bei den ersten 2 bewältigten Etappen war den Athleten klar, was auf sie zukommen würde, aber ab diesem Zeitpunkt traf das nicht mehr so ganz zu. Gespannt ging es dann auf die ersten unwegsamen Meter. Die Athleten liefen mehr oder weniger querfeldein über den Kamm des Dschebel Hafeet. Abu Dhabi Triathlon Team folgte 2 anderen Teams, die unmittelbar vor ihnen auf die Strecke gingen. Obwohl der Weg markiert war, verliefen sich diese Teams und ein Umweg von 30 Minuten musste schon zu Beginn in Kauf genommen werden. Nachdem das Missgeschick behoben war, war das Laufen auch schon zu Ende, da das Gelände noch unwegsamer wurde und die Fortbewegung mit der Kletterausrüstung am fixierten Seil erfolgte. Der Höhepunkt des mehrstündigen Klettersteiges war eine 50 Meter Abseilstelle. Danach war das Tagesziel aber noch lange nicht erreicht, sondern nur der Ausgangspunkt der Tour und es ging weitere 3 Stunden mehr oder weniger wieder nach oben. Ziemlich geschafft kamen Faris, Kristin, Christof und Werner nach etwa 10 Stunden Bewegung an der frischen Luft ins Ziel. Vor allem Christof hat das ständige Auf und Ab in dem schwierigen Gelände fertig gemacht. Das war nicht ganz sein Terrain.

Nach kurzer Beratung entschloss das Team, das Handtuch zu werfen. Die kommenden Etappen würden so hart werden, dass diese Vorbelastung für den einen oder anderen im Team zu viel gewesen sein könnte. Ziemlich enttäuscht verließen die Vier das Wettkampfgelände, um erst einmal alles Revue passieren zu lassen.