Das Rennen war allerdings kein leichtes für Swen. Beim Schwimmen hat er leider den Anschluss nach ganz vorne verpasst und so wurde die Orientierung im Wasser bei starken Wellengang extrem schwierig, da das Führungskajak außer Sichtweite war. Er musste sich sogar einmal kurz mit seinen Mitstreitern beraten wo man jetzt hinschwimmt, da hinter den Wellen plötzlich keine Bojen mehr zu sehen waren.
So kam er mit 4 Minuten Rückstand auf die zehn Mann starke Führungsgruppe aus dem Wasser und hat glücklicherweise schnell einen guten Rhythmus auf dem Rad gefunden. Nach den Reisestrapazen, inkl. Gepäck, dass erst 2 Tage nach seiner Ankunft in New Orleans geliefert wurde, fehlte Swen allerdings ein bisschen die Spritzigkeit und er konnte nicht ganz die gewohnten und erhofften Wattzahlen fahren. „Ich habe gemerkt, dass ich einfach noch Müde von der Reise und dem harten Training der letzten Wochen bin“, sagt Swen selbst kurz nach dem Rennen. Was das Radfahren zusätzlich erschwert hat, war die Streckenbeschaffenheit. Denn die Straßen waren nach dem Hurrikan 2005 immer noch sehr mitgenommen. Dementsprechend vorsichtig ist Swen auch gefahren, um seinen Start beim Ironman Utah in zwei Wochen nicht zu gefährden. Dennoch ist es ihm gelungen von Platz 16 nach dem Schwimmen bis auf Rang 11 nach vorne zu kommen.
Beim abschließenden Halbmarathon zeigte er dann, dass die Formkurve auf jeden Fall steil nach oben zeigt, denn er hat sich gegen die starke Konkurrenz behauptet und ist mit der viertschnellsten Laufzeit des Tages (1:17:20) noch bis auf Platz acht nach vorne gerannt. Eine gelungene Aufholjagd! Deutlich schneller lief lediglich der Sieger Andy Potts, der sich mit vier Minuten Vorsprung vor der Konkurrenz durchsetzten konnte.
„Das Rennen war für mich ein guter Formtest für den Ironman St. George. Schade, dass das Schwimmen nicht ganz so geklappt hat wie erhofft, aber mit dem Rest des Rennens bin ich sehr zufrieden“ fasste Swen das Rennen selbst kurz und knapp zusammen.
In Utah wird dann ein Platz unter den ersten Vier nötig sein um sich frühzeitig die Hawaii-Quali und somit Planungssicherheit für die restliche Saison zu sichern.