Rachel, Du hast mit Faris und Swen in Tucson trainiert. Wie wars?
Das Trainingscamp in Tucson war toll: wir hatten gut trainiert und der Spaß kam auch nicht zu kurz. Die Hitze dort bereitete mich definitiv auf Kona vor. Es fühlte sich im Vergleich ziemlich kühl an, als ich hier aus dem Flugzeug stieg. Die Trainingsbedingungen in Tucson sind ausgezeichnet. Eigentlich möchte ich wieder hin, um noch andere Radstrecken und Lauftrails auszuprobieren. Das Highlight war der Anstieg zum Mount Lemmon und die Riesencookies oben.
Wie geht es dir wenige Tage vor der Ironman Weltmeisterschaft?
Ich bin schon ziemlich aufgeregt. Die Stimmung in Kona ist eine ganz spezielle. Es ist eine Kombination aus der Geschichte der Inseln aber auch der Rennen und das ganze Spektakel, das rund um die Weltmeisterschaft gemacht wird. Ich weiß, dass vieles an dem Tag passieren kann. Ich werde aber versuchen, es wie jedes anderes Rennen zu sehen und einfach nur zu versuchen, so schnell wie möglich zu schwimmen, Rad zu fahren und zu laufen.
2009 – 6th, 2010 – 5th, 2011 – 4th?
Ich würde natürlich liebend gerne diese Serie fortsetzen. Ich fühle mich in Form und meine Vorbereitung war gut. Aber ich mache mir keine Illusionen: es gibt wesentlich mehr als 10 Frauen, die unter die ersten 10 kommen können. Ich muss einfach alles abrufen, dann wird eine top Platzierung dabei herauskommen
Verglichen zum vergangen Jahr, wird das Rennen 2011 anderes?
Es wird anders werden, weil einfach weniger Athleteinnen am Start sein werden. Obwohl ich gar nicht weiß, ob das so viel am Rennverlauf ändern wird. Meine Strategie wird die gleiche wie 2010 sein. Ich werde versuchen, von Beginn an mit vorne dabei zu sein.
Hat sich in deiner Vorbereitung was geändert?
Vergangenes Jahr war ein etwas anderes Jahr. Mit der Verletzung beim Abu Dhabi Triathlon musste ich alle Pläne umwerfen und konnte nur das machen, was möglich war. Dadurch, dass ich nicht viele Rennen machen konnte, startete ich Kona, ohne wirklich abschätzen zu können, wie meine Form war. Glücklicherweise ist es gut gegangen, vielleicht auch, weil ich ohne viele Wettkämpfe und erholt an den Start gegangen bin. Dieses Jahr ist alles ziemlich glatt gelaufen, nicht völlig aber wesentlich mehr als 2010. Ich konnte ein paar gute Ergebnisse im Frühjahr erreichen und auch meinen ersten Ironman-Titel in Lanzarote holen. Das gibt mir natürlich Selbstvertrauen, aber ich weiß auch, dass die anderen Frauen sich weiter entwickeln und immer stärker werden.
Wird Kona dein letztes Rennen der Saison sein?
Nein, das glaube ich nicht. Ich habe im August und September nicht all zu viele Rennen gemacht und ich würde noch gerne ein oder zwei machen. Einerseits möchte ich die ITU Langdistanz Weltmeistchaften in Las Vegas und den Ironman Couzumel machen. Dann werde ich aber definitiv meine Beine hoch legen.