Das Wetter spielt in Port Elisabeth immer eine entscheidende Rolle, deswegen ist dies auch vor dem Rennen in allen Athletenköpfen gegenwärtig. Wenige Tage zuvor zog noch eine Kaltfront mit Wind und heftigem Wellengang durch, doch am Wettkampftag war alles im wahrsten Sinne Eitel, Wonne, Sonnenschein.
Pünktlich um 7 Uhr ging die Startkanone und 1800 Athleten, Profis wie Age-Grouper, starteten in einen harten Tag. Überraschend kam nach weniger als 50 Minuten der Deutsche Andi Böcherer alleine aus dem Wasser. Die Favoriten eine Minute dahinter. Eine weitere Minute verging bis Swen sein Rad bestieg. Bereits nach wenigen Kilometern waren an vorderster Front Raynard Tissink und Marino Vanhoenacker zu sehen. Es sah danach aus, als ob die sich das Rennen unter sich ausmachen wollten. Swen hielt sich gut in der Verfolgung, bekam aber immer mehr Probleme mit seinem Rücken. Er musste 2 Mal kurz stehen bleiben, was zwar kurzfristig Abhilfe schuf, aber letztendlich auch nichts brachte. Auf der Laufstrecke wurde es dann so schlimm, dass er sich kaum bewegen konnte und er gab nach wenigen Kilometern auf. Der Lokalmatador Tissink konnte an diesem Tag alles mobilisieren und holte zum 2. Mal in Folge den Südafrika-Titel. Mit einer sensationellen Leistung wurde Böcherer vor einem weiteren Südafrikaner, Cunnama, 2.
Die Damen tummelten sich während des Schwimmbewerbs in der Herrenspitze, wobei Rachel nach einer soliden Leistung als 2., 40 Sekunden vor der Favoritin Chrissie Wellington auf die erste der 3 Radrunden ging. Wellington lies aber auch keinen Zweifel aufkommen, dass der Sieg über sie laufen würde. Nach wenigen Kilometern übernahm sie die Führung und gab sie bis zum Ziel nicht mehr ab. Rachel positionierte sich aber sicher an der 2. Stelle. Auch sie kämpft mit muskulären Beschwerden im Rücken. Sie hielt aber durch und konnte einen ungefährdeten 2. Rang vor der schnellen Radlerin Diana Riesler aus Deutschland ins Ziel bringen.
Mit diesem Rennen hat Rachel den für die Hawaii Qualifikation geforderten Ironman gefinisht und zwar so, dass sie damit sicher für die Weltmeisterschaft qualifiziert ist. Nun kann sie ein paar erholsame Tag ein Südafrika genießen und sich dann neuen Zielen widmen.