Ich bin ein Ironman. Ein Ironmanfan, ein Liebhaber des Wettkampfes auf Hawaii, und war nie zu schüchtern, um für diesen Wettkampf und damit auch indirekt für die Qualifikation dafür, zu werben. Mein zugegebenermaßen kleiner Einblick hinter die Kulissen zeigt mir auch, dass nicht immer alles so läuft wie es soll, aber das ist nirgendwo so. Dieser Einblick hat meine Ansicht zum Sport verändert, meine Begeisterung für den Sport blieb dagegen unverändert. Um den Sport weiterzuentwickeln sind Veränderungen notwendig und auch gegen Geld verdienen habe ich nichts einzuwenden. Die Veranstalter, die Firmen und deren Angestellte und auch wir Profis leben direkt oder indirekt von den Fans und AK-Jungs, die sich das schicke Storck und die Aquasphere Schwimmbrille kaufen, um sich zunächst beim Baggerseejedermann und später beim Eisenmann ins Getümmel zu stürzen. Es fällt mir grundsätzlich sehr leicht, für den Sport zu werben. Er ist abwechslungsreich, gesund, bietet tolle Wettkämpfe, sei es von der Lage, der Atmosphäre oder der Organisation her und hat interessante Typen. Ich habe dem Triathlon generell und dem Ironman im Speziellen viel zu verdanken, in keiner Einzelsportart wäre ich annähernd so erfolgreich, aber manchmal machen es einem die vermeintlichen Mitstreiter schwer, alles toll zu finden.
Manche Produkte sind Schrott oder nutzlos, manche Wettkämpfe lächerlich, mancher Verband ein ...haufen, manche Athleten eine Schande. Als ich die Mail von "Ironman Access" bekam, war ich sauer und entsetzt, aber bevor ich mich aufregen konnte, hat die Triathlongemeinschaft das Problem schon gelöst. Vielleicht bin ich in dem Punkt auch etwas sensibler als manche meiner Kollegen, weil ich auch als AK-Athlet angefangen habe und keinem Kadersystem entstamme, auch wenn das schon eine Weile her ist.
Ich bin sehr stolz auf meine Mittribären, das war der Beweis, dass man nicht alles hinnehmen muss. Seid weiterhin kritisch und auch die Verbände könnten durchaus mehr öffentlichen Einblick vetragen.