Faris Resümee (28.09.2009)

"Aus is und gar is und schee is, dass wahr is!" Das letzte Trainingslager der Saison ist nun zu Ende und die Taperphase hat begonnen. Unser Aufenthalt in Santa Barbara ist trainingsmäßig sicherlich als Erfolg zu werten, auch wenn Swen dem Ironman Kentucky noch Tribut zollen musste und nicht ganz so viel und hart trainieren konnte wie gewollt. Demzufolge und auch der strikten „Wir müssen essen“-Parole vom Chef, also mir ;-), hat Swen leider ein paar Kilo mehr auf den Rippchen. Seiner Schwimmleistung durchaus förderlich fürs Laufen weniger optimal. Der Kerl baut einfach schnell Muskelmasse auf.

Wie an jedem unbekannten Ort mussten wir anfangs erst noch vieles herausfinden, aber sowohl die Gruppenausfahrten an denen auch Radprofis teilnehmen, wie auch der wunderbare Los Banos Pool (50m) und die netten ansässigen Triathleten haben uns das Training erleichtert. Aaron Olson, ein früherer T-Mobile Fahrer, zeigte auf einer Ausfahrt, dass er nicht nur fester treten kann als wir Tribären, sondern auch sein Rad besser beherrscht und bei Tempo 48 und 350 Watt noch alle, in den USA oft zahlreichen, Löcher in der Straße anzeigen kann.

Andrea zog und zieht immer noch ihr eigenes Programm durch. Zwei Wochen tapern ist in ihren Augen schlicht Arbeitsverweigerung und ihrem 7.00 Uhr Schwimm-Rhythmus konnten und wollten Swen und ich nicht wirklich folgen. Sie ist trotzdem guter Dinge, konnte gut und beschwerdefrei trainieren und hat insbesondere am Laufen gearbeitet.

Werner hat uns wieder einmal bewiesen, dass man weder essen noch schlafen muss, um gut zu trainieren, war am Berg kurz hinter mir und hat mich in meiner letzten „ernsten“ Laufeinheit zuerst in den Hungerast und dann nach einer trügerischen Erholungsphase in die bedingungslose muskuläre und verdauungsmässige Kapitulation getrieben. An dieser Stelle der offizielle Dank an den 40jährigen im sportlicher Altersteilzeit.

Meine Problemzonen, die dafür gesorgt haben, dass diese Saison meine schlechteste überhaupt war, sind zwar nicht komplett weg, aber deutlich besser. Der 4er Schnitt geht locker von der Hand bzw. vom Fuß, beim Bergfahren bekomme ich nicht gleich Schmerzen und beim Schwimmen kann ich immerhin schon wieder 1:20er Abgänge runterspulen.