Nach nur zweieinhalb Wochen Lauftraining stieg Faris in das Renngeschehen ein. Der kleine Ort Kirchbichl, nahe der Deutschen Grenze, hatte es ihm schon länger angetan. Zu diesem Olympischen Triathlon, dass eines seiner ersten vor mehr als 10 Jahren war, hat er mittlerweile eine persönliche Beziehung aufgebaut. Wahrscheinlich auch des Festes wegen, welches an das Rennen anschließt und heuer zum 25. Mal stattfand.
Direkt aus dem Trainingslager in Meran angereist stand er etwas müde und mit einer Ungewissheit, was die Laufform betraf, am Start. Sein größter Gegner sollte Pavel Simco sein, der ihn 2007 in Schliersee besiegt hatte, obwohl Faris in ausgezeichneter Form antrat. Unter diesen Voraussetzungen ging es in klarer Al-Sultan Manier ins Rennen. Von Anfang an voll. Simco konnte er aber weder auf den 4,5 Schwimmrunden noch auf dem Rad wirklich abschütteln. Eine Entscheidung auf die Laufstrecke zu vertagen, war nicht wirklich in Faris Sinne. Aber es kam anders, als gedacht. Runde um Runde, deren es 4 waren, konnte er sich von seinem Slowakischen Gegner absetzen. Für Faris ein wenig überraschend aufgrund seines Defizits im Lauftraining holte er sich mit dem 2. schnellsten Laufsplit zum 3. Mal den Titel in Kirchbichl. Das gibt Zuversicht für den Weg Richtung Ironman Regensburg, der neben Hawaii das Ziel des heurigen Jahres ist.