Und das werden sich jetzt wohl viele denken und sich über eine wohlverdiente Trainingspause freuen. Und da können auch das Mädel und die Jungs vom Team Abu Dhabi Triathlon dazugezählt werden. Die Saison war lang und der Ironman in Hawaii ist eines der härtesten Rennen im Ironman-Zirkus. Es war zwar heuer nicht besonders windig, aber dafür leistete die Sonne ihren Beitrag zu einem ungemütlichen Rennen.
Faris, der erste im Bunde des Team Abu Dhabi Triathlon, entstieg dem Wasser mit 3 Minuten Rückstand auf die Ersten. Mit sehr viel Initiative fuhr Faris die Lücke zur Spitze zu und übernahm nach ca. 80 Radkilometern die Führung. Das hielt zwar nicht lange, da sich der Amerikaner Chris Lieto bald nach vorne absetzte, aber es reichte immerhin aus, um als 3. auf die Laufstrecke zu wechseln. Hier änderten sich die Positionen immer wieder, trotzdem war er bis 10 Kilometer vor dem Ziel immer unter den Top 5 zu finden. Auf der letzten Teilstrecke des Marathons musste er aber den heftigen Bedingungen Tribut zollen und verlor noch 5 Plätze. Besonders hart war, dass ihn auf dem allerletzten Kilometer noch 2 Athleten überholten. Als 10. hat er sein sich aber selbst vorgegebenes Ziel erfüllt. Es war zwar kein perfekter Tag, immerhin war das aber der 10. Platz bei der Weltmeisterschaft, mit dem er zufrieden sein kann und auch ist.
Der 2. bei den Herren des Team Abu Dhabi Triathlon war Swen Sundberg. Er fühlte sich die Tage vor dem Rennen gut, aber am Renntag hat er nicht gerade einen guten gehabt. Nachdem er schon beim Schwimmstart Wasser in seine Brillen bekommen hat, ließ er die eine oder andere Sekunde im Wasser liegen. Auf der Radstrecke lief es am Anfang eigentlich gut, dann fing aber das Leiden an. Mit jedem Tritt begannen seine Knie, mehr und mehr zu schmerzen. Trotzdem überwand er die 180 Kilometer. Beim anschließenden Lauf wurde es aber immer schlimmer, so dass er letztendlich das Rennen vorzeitig beendete. Das Risiko einer schwerwiegenderen Verletzung war Swen einfach zu groß.
Auch Andrea hatte ein aus ihrer Sicht suboptimales Rennen. Das Schwimmen verlief noch gut. Sie kam mit einer großen Gruppe aus dem Wasser, die ihr auch anfangs beim Radfahren Gesellschaft leistete. Die wellige Radstrecke kommt dem Leichtgewicht aber nicht wirklich entgegen, trotzdem schlug sich Andrea bis zur Wende noch recht gut. Dann aber fiel sie in ein energetisches Loch, aus dem sie fast 2 Stunden nicht mehr herauskam. Sie fand keinen Rhythmus auf dem Rad und ihr fehlte auch der entsprechende Raddruck. Das kostete sie viel Zeit. Mit einem sehr guten Lauf konnte sie zwar noch einige Damen überholen, letztendlich reichte es aber nur zum 30. Rang im Profifeld der Damen.
Alle 3 gehen jetzt in die wohlverdiente Trainingspause, die sie zum Teil noch auf Hawaii verbringen. Endlich ist mal mehr Zeit für Dinge, die nicht mit Triathlon in Verbindung stehen.