Swen konnte sein Ziel in Cozumel nicht erreichen, obwohl im Vorfeld alles bestens funktioniert hat. Alle gesundheitlichen Probleme waren beseitigt, den letzten Formschliff hat er sich zusammen mit Faris in Abu Dhabi geholt und die Akklimatisation in Mexiko hat gut funktioniert. Er fühlte sich stark und hatte Selbstvertrauen. Aber dann kam der Wettkampf. Das Schwimmen war solide und auf dem Rad konnte er sich nach vorne arbeiten. Nach halber Raddistanz machte ihm aber schon sein Magen Probleme. Das beunruhigte ihn aber nicht ernsthaft. Trotz verringertem Tempo, verlor er auf den letzten Kilometern fast keine Zeit auf die Führenden und er wechselte als 5. auf die Laufstrecke. Nach ein paar muskulären Problemen fand Swen aber seinen Rhythmus und bis zum Halbmarathon konnte er, mit berechtigter Aussicht auf mehr, einen weiteren Platz gut machen. Auch die Mannen vor ihm waren schon gezeichnet. Seine Freude darüber hielt aber nicht lange an. Swen bekam Kreislaufprobleme, die ihn nur bis 10 km vor dem Ziel kommen ließen. Dann war es vorbei.
Noch in der Nacht nach dem Rennen musste sich Swen eine schnelle Flüssigkeitszufuhr direkt über seine Venen gefallen lassen, nachdem sein Kreislauf erneut versagte. Mehrere Infusionslösungen wurden ihm eingefüllt. „Während des Rennens hatte ich zwar Probleme mit meinem Magen, aber letztendlich ist das Aus dann ziemlich schnell gekommen. Bei einer Lauf-Versorgungsstelle wurde mir schwarz vor Augen, ich erholte mich aber und glaubte fortsetzen zu können. Aber es war nur der Kopf, der das geglaubt hat, der Körper wollte bzw. konnte nicht mehr. Das ist sehr enttäuschend. Ich hatte das Gefühl im Vorfeld alles richtig und gut gemacht zu haben“, so Swen nach dem Rennen.