Das Ausscheidungsrennen (12.03.2011)

Bei der ersten Auflage des Abu Dhabi International Triathlon im Jahr 2010 war das Feld eines der stärksten außerhalb der Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii. Kaum zu glauben, dass die Abu Dhabi Tourismus Agentur es 2011 schaffte, eine noch namhaftere Truppe 2011 an den Start zu bringen. Aber auch die Teilnehmerzahl verdoppelte sich auf fast 1.500 Starter.

Ein solches Rennen als quasi Heimrennen zu haben, ist ehrenhaft aber natürlich auch hart, da es äußerst schwierig ist, sich da gut in Szene zu setzen. Zudem ist März sehr früh, um in Form zu sein. Für die meistens war es demnach der erste Formtest nach den Wintermonaten.

So auch für das Abu Dhabi Triathlon Team mit Ausnahme von Paul Ambrose, der aus dem Australischen Sommer kam, jedoch gesundheitlich angeschlagen in das Rennen ging. Die Bedingungen in Abu Dhabi mit mehr als 30 Grad Celsius und heftigem Wind, machten die Sache nicht gerade einfacher. In der Bucht vor dem Emirates Palace war davon zu früher Stunde noch nichts zu spüren und so machte sich eine große Gruppe mit den meisten Favoriten, unter ihnen auch Faris Al-Sultan, auf den gemeinsamen Weg Richtung Formel 1 Kurs auf Yas Island. Vor allem zu Beginn hielt man sich wohl nicht ganz an die vorgeschriebenen Abstände und so verringerte sich die Gruppengröße nicht. Auf der 2 Hälfte wurde es dann zu einem Ausscheidungsrennen und der US Amerikaner Starykowisz setzte sich vom Feld ab und Faris verlor den Anschluss an die Spitzengruppe. Auf der abschließenden Laufstrecke büsste der Amerikaner für diesen Kraftakt, aber auch einige der Favoriten verglühten in der Emiratischen Sonne. Überraschend war es dann der Belgier Van Lierde, der wenige Sekunden vor seinem Landsmann Marino Vanhoenacker und dem Luxemburger Dirk Bockel als erstes über die Ziellinie stürmte. Faris konnte auf der Laufstrecke noch Kräfte mobilisieren und sicherte sich letztendlich noch den 8. Gesamtrang.

Bei den Damen sollte es der Tag der Engländerin Julie Dibens werden. Sie feierte einen Start-Ziel Sieg. Rachel Joyce fand anfänglich nicht ihren Rhythmus und plagte sich über die Schwimm- als auch die ersten Radkilometer. Mit zunehmender Dauer kam sie aber mehr und mehr in Fahrt. Mit einer ausgezeichneten Laufleistung schrammte sie als 4. ganz knapp am Podium vorbei.

Für Faris gibt es nun nicht allzu viel Zeit für Regeneration. Bereits kommendes Wochenende wird er in sein erstes Ironman 70.3 Rennen dieser Saison in Singapore gehen. Für alle anderen Teamathleten gibt es zumindest ein paar mehr Erholungstage.