Die 10 Kilometer, des von den Vereinigten Arabischen Emirtaten unterstützen Wettkampfes, führten in einer großen Schleife durch den überraschend anspruchsvollen Park. Nicht weniger überraschend sind die Zeiten, die von den größtenteils afrikanischen Gazellen in der Vergangenheit erzielt wurden. Der Streckenrekord, auf den eine stolze Summe von 20.000 Dollar ausgesetzt worden war, stand immerhin bei 27:48 Minuten. Und der sollte am heutigen Tag fallen. Der Äthiopier Gebremarian schaffte es als einziger, unter der Bestmarke zu bleiben. Er verbesserte den Rekord um 6 Sekunden und führte so eine Armada von schwarzen als auch weißen Spitzenläufern aus aller Herren Länder an. Dass die Leistungsdichte enorm war, zeigte sich auch an der Anzahl der Athleten, die unter der magischen 30 Minuten Schallmauer geblieben sind. Deren waren es am heutigen Tag ganze 19 Läufer. Aber auch bei den Frauen musste man sich ganz schön beeilen, um vorne mit dabei gewesen zu sein. Der Sieg ging mit 33:09 Minuten weg und zwar an Buzunesh Deba, eine Amerikanerin mit afrikanischen Wurzeln.
Einige Athleten vom Team Abu Dhabi Triathlon hatten die Ehre, einer Einladung von Abu Dhabi zu dieser Veranstaltung folgen zu dürfen. So machten sich Faris Al-Sultan, Jan van Berkel, die kurzfristig entschlossene Ina Reinders und Werner Leitner auf den Trip an die Ostküste.
Die Rollen waren relativ klar verteilt. Jan sollte laufen, was das Zeug hergibt. Es war aber von vorne herein klar, dass er mit den Spezialisten nicht mithalten würde können. Motiviert von der großen Anzahl an Weltklasseläufern ging er es auch gleich ganz ehrgeizig an. Dass es auf der Strecke aber nur rauf und runter ging, überraschte ihn und er musste dem hohen Anfangstempo bald Tribut zollen. Mit 32:05 blieb er zwar unter seinen Erwartungen, trotzdem war es für eine große Erfahrung.
Faris war mehr aus Repräsentationsgründen mit dabei. Seine Verletzung bereitet ihm zwar keine Probleme mehr, trotzdem wollte er nach der Erholungsphase kein Risiko eines Rückfalls eingehen. Er lief die 10 Kilometer mit angezogener Handbremse, aber ohne jegliche Probleme. Und das war mehr als ein Sieg für ihn. Nach nur wenigen Wochen war der Bruch in seiner Hüfte verheilt und er kann wieder mit regelmäßigem Lauftraining beginnen.
Natürlich stand der Wettkampf für die Teammitglieder im Vordergrund. Aber wenn ein solcher schon in einer Stadt wie New York stattfindet, muss natürlich auch das Flair dieser Stadt aufgesaugt werden. Was natürlich geschehen ist und einmal mehr zu einem unvergesslichen Teamevent geführt hat.